|
Prävention |
|
|
Drogen - Was Sie wissen müssen |
| 1. | Das Drogenproblem wird mit jedem Tag grösser. Auch die Jugend auf dem Land, in jedem Dorf, ist bedroht. |
| 2. | Orientieren Sie sich über Drogenfragen auf jeden Fall. Drogensüchtige sind zuerst Verführte und dann schwerkranke Menschen. Sie haben ihr Schicksal nicht freiwillig gewählt und möchten von den Drogen loskommen. Deshalb suchen sie die Freundschaft und die Hilfe der gesunden Mitmenschen. Das bedeutet, dass wir bei einer Begegnung mit eine Drogenkranken das richtige Verständnis finden sollen und ihn motivieren können, den Arzt und die Drogenhilfe aufzusuchen. |
| 3. | Die Eltern und die Familien von Drogenkranken werden fast immer aus dem Kreis der Verwandten und Bekannten beschuldigt, durch besondere Familienverhältnisse und Verhaltensweisen das traurige Schicksal des betroffenen, zumeist jungen Menschen, mit herbeigeführt zu haben. Das geschieht deswegen, weil man sich kein Bild davon machen kann, wie schnell ein Jugendlicher den Drogen verfällt. Das Drogenproblem trifft eine Familie wie "ein Blitz aus heiterem Himmel". |
| 4. | Wohlgeordnete Familienverhältnisse und eine sorgfältige, gute Erziehung, sind keine Garantie dafür, dass ein junger Mensch nicht drogengefährdet ist. Es ist Tatsache, dass das Rauschgift auch bei einem Neugier-Konsum die Persönlichkeit sofort für einige Zeit verändern kann und das gute Elternhaus und die Erziehung während der Wirkungszeit einer Droge ausgeschaltet werden. Eine vorerst nur vorübergehende Persönlichkeitsveränderung bewirkt, dass weder die Eltern noch andere Bezugspersonen mit Zureden und Bitten etwas ausrichten können. |
| 5. | Die Drogen, welche aus Hanf (Cannabis) hergestellt werden und als Haschisch und Marihuana weitverbreitet sind, werden noch immer in Unkenntnis ihrer Wirkung als "weiche Drogen" bezeichnet. Die Forschungen der Medizin haben eindeutig und weltweit bestätigt, dass diese "leichten" Drogen zwar körperlich nicht abhängig (süchtig) machen, hingegen aber ein sehr gefährliches Nervengift, das THC (Tetrahydrocannabinol) enthalten. Das THC verändert die Persönlichkeit oft für Tage und Wochen und ist verantwortlich für das besondere Verhalten der Konsumenten. Nervosität, Gleichgültigkeit, das Austreten aus der Schule oder aus einem Lehrverhältnis sowie die Vernachlässigung der Hygiene sind die Folgen, welche sich nach Art der Persönlichkeit bei jedem Menschen in anderen Formen zeigen. |
| 6. | Die Aufklärung über "harte" Drogen wie Heroin, Kokain usw. ist in unserem Lande so umfassend, dass kein Jugendlicher direkt zu ihnen greifen möchte. Die Gleichgültigkeit, welche Cannabis-Produkte (Haschisch, Marihuana) erzeugen, führen der brutalen Drogenszene aber täglich neue Opfer zu. Kein Arzt würde Haschisch deswegen als "weiche" Droge bezeichnen. |
| 7. | Sollte in Ihrem engsten Bezugskreis, in der Familie oder im Freundeskreis, ein junger Mensch der Drogenszene nahe kommen, dann begehen Sie bitte nicht jenen Fehler, der für so viele Jugendliche zum Verhängnis wird. Die Eltern und der engste Freundeskreis verhalten sich zumeist sehr lange schweigend, in der Hoffnung, dass sich alles von selbst löst. Wenn es um Drogen geht, ist das nicht möglich! Die Angst vor dem Gerede der Nachbarn und der Verwandten sollte immer kleiner sein als die Sorge um die Kinder. Versuchen Sie deshalb am selben Tag, wo sie den ersten Drogenkonsum Ihres Kindes bemerken, mit den zuständigen Fachleuten in Kontakt zu treten, damit nichts versäumt wird. Schon nach wenigen Wochen könnte die Hilfe zu spät kommen. |
| 8. | Jeder Arzt, die Fürsorge und jede Einwohnergemeinde kann Ihnen diskret Auskunft geben, wo Sie eine direkte Drogenberatung erhalten. In allen Kantonen der Schweiz ist die Jugend- und Drogenberatung gut organisiert. Er geht nur darum, zu helfen, so lange man den betroffenen jungen Menschen schnell und leicht durch sachliche Aufklärung und Feststellung der Probleme den richtigen Weg neu aufzeigen kann. |
| 9. | Auskunft über die nächste Hilfsstelle für Jugend und Probleme erhalten Sie auch direkt von der Aktion NO DRUGS oder auf der Seite Beratung |
| 10. | Der Mensch muss in jeder Gefahr überlegt, bedächtig und zielbewusst handeln. In besonderer Weise gilt es für den Drogenbereich. |
| 11. | Bücher und Broschüren über Drogenprobleme gibt es in jeder Buchhandlung oder direkt bei der Aktion NO DRUGS. |
| zurück nach oben |